Ankündigung der Tagung Evidenzbasierter Fledermausschutz bei Windkraftvorhaben 29. - 31.03. 2019 am BfR Berlin-Marienfelde

July 31, 2018

Ankündigung der Tagung Evidenzbasierter Fledermausschutz bei Windkraftvorhaben
29. - 31.03. 2019  am Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin-Marienfelde

 

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

hiermit möchten wir Sie ein weiteres Mal auf unsere Tagung Evidenzbasierter Fledermausschutz bei Windkraftvorhaben aufmerksam machen. Diese Tagung wird vom Leibniz-IZW, dem Bundesverband für Fledermauskunde e.V.  und dem NABU BFA Fledermäuse zusammen organisiert.

 

Ziel der Tagung

Auf dieser Tagung soll bestehendes Wissen über die Wirksamkeit von Erfassungsmethoden und Schutzmaßnahmen für Fledermäuse beim Bau und Betrieb von Windenergieanlagen in Synopsis-Vorträgen von Experten zusammengeführt und bewertet werden. Daneben soll es die Möglichkeit zu Einzelvorträgen sowie Postern zu den jeweiligen Themen geben.

 

Die Tagung ist ein weiterer Schritt, um den Schutz von Fledermäusen an Windenergieanlagen wirksamer zu gestalten. Dies soll einerseits dem Fledermausschutz zu Gute kommen, andererseits soll es auch den Beteiligten von Planungs- und Genehmigungsverfahren (Gutachtern, Behörden und Auftraggebern) eine größere Sicherheit bieten, sinnvolle und wirksame Maßnahmen zu empfehlen und umzusetzen.

 

Am Ende der Fachtagung findet ein Symposium statt, auf dem Experten konzeptionelle und perspektivische Beiträge über die Vereinbarkeit von Umweltschutz- und Artenschutzzielen bei Windkraftvorhaben sowie über die Nachhaltigkeit der Energiewende darstellen. Daran schließt eine Podiumsdiskussion an.

 

Das vorläufige Programm finden Sie unter http://www.izw-berlin.de/tagung-zu-evidenz-basiertem-fledermausschutz.html

 

Freuen Sie Sich mit uns auf folgende Plenarvorträge und Redner (in chronologischer Reihenfolge des Programms):

 

Robert Brinkmann (FrInaT, Freiburg): Praxiserfahrungen: Genehmigungsverfahren und Methodenrepertoire (nicht bestätigter Vortragstitel)

 

Fledermausgutachten dienen im  Rahmen von Genehmigungsverfahren für Windenergieanlagen dazu, Risiken für die geschützten Tiere abzuschätzen und Empfehlungen für Schutzmaßnahmen zu formulieren. Basierend auf seiner langjährigen Tätigkeit in diesem Feld wird Dr. Robert Brinkmann, Forscher im RENEBAT-Projekt, einen Überblick über die geeigneten Methoden geben.

 

Andreas Lukas (Anwaltskanzlei Baumann): Rechtsprechung im Rahmen von Windenergievorhaben

 

Der § 44 des Bundesnaturschutzgesetztes spielt als Rechtsgrundlage eine zentrale Rolle in Genehmigungsprozessen für Windenergieanlagen. Dr. Andreas Lukas, Rechtsanwalt im Bereich Umweltrecht, gibt einen Überblick über die aktuelle Rechtsprechung.

 

Volker Runkel (BVF e.V.): Rufen, Aufnehmen, Bestimmen: Möglichkeiten und Grenzen akustischer Erfassung bei der Windkraftplanung

 

Bioakustische Aktivitätsmessungen von Fledermäusen spielen eine herausragende Rolle in Windkraft-Fledermausgutachten. Dr. Volker Runkel, Miterfinder des Batcorders, stellt die technische Umsetzung in der automatischen Erfassung von Fledermausrufen vor und gibt Hinweise zur Interpretation der Ergebnisse.

 

Johanna Hurst (FrInaT, Freiburg): Windkraft im Wald und Fledermausschutz

 

Windkraftanlagen im Wald – umstritten, doch scheinbar unvermeidbar für die Energiewende. Johanna Hurst, Forscherin im Themenfeld, beschreibt das Spannungsfeld Windkraft im Wald und gibt Hinweise zur Erstellung von Fledermausgutachten für Windenergieanlagen an Waldstandorten.

 

Christopher Paton (Kompetenzzentrum Windenergie der LUBW): Minderungsmaßnahmen im Betrieb von WEA

 

Abschaltzeiten können ein wirksames Mittel zur Reduktion des Tötungsrisikos von Fledermäusen an Windenergieanlagen sein. Christopher Paton, Kompetenzzentrum Windenergie in Baden-Württemberg, fasst die wichtigen Aspekte zur Umsetzung solcher Maßnahmen zusammen.

 

Reinhard Klenke (UFZ, Leipzig), Ulrich Zöphel (Beringungszentrale, Dresden): Sind durch die Energiewende die Fledermauspopulationen in Gefahr?

 

Wirken sich Windenergieanlagen negativ auf die Bestände mancher Fledermausarten aus? Gibt es kumulative Effekte? Dr. Reinhard Klenke, Forscher am Helmholtz-Umweltforschungszentrum in Leipzig und Dr. Ulrich Zöphel, Leiter der Fledermaus-Beringungszentrale in Dresden, haben diesbezüglich Langzeitdaten von markierten Fledermäusen ausgewertet.

 

 

Symposium am 31.3.2018, mit anschließender Podiumsdiskussion

 

Moderation: Elke Bruns (KNE, Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende)

 

Hans-Werner Sinn (ehemals ifo Institut, München): Die Wirtschaftlichkeit der Energiewende (nicht bestätigter Vortragstitel)

 

Welche wirtschaftlichen Rahmenbedingungen existieren für die Energiewende? Wie zukunftsträchtig und wirtschaftlich nachhaltig ist die Entwicklung? Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Werner Sinn ist international anerkannter Wirtschaftsexperte, emeritierter Präsident am Ifo Institut und Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

 

Christina von Haaren (Leibniz-Universität Hannover): Eine mensch- und naturverträgliche Energiewende in Deutschland - ist das zu schaffen?

 

Müssen es wirklich so viele WEA sein? Gibt es Alternativen für die Umsetzung der grünen Energiewende? Lähmt der Konflikt zwischen Klimaschutz und Artenschutz die Energiewende? Prof. Dr. Christina von Haaren forscht seit Jahren am Institut für Umweltplanung der Leibniz Universität Hannover zu Fragen der Landschaftsplanung und der Eingriffsregelung.

 

Johann Köppel (TU Berlin): Das Best Available Science (BAS) Konzept in den USA - ein Plädoyer für die Etablierung in der deutschen Genehmigungspraxis

 

Landschaftsplanung und Umweltprüfung sind essentielle Instrumente zur Umsetzung des Windenergieausbaus. Prof. Dr. Johann Köppel, Professor an der TU Berlin, forscht seit Jahren über die Herausforderungen auf verschiedenen Planungsebenen, um die Konflikte im Zuge des Windenergie-Ausbau zu lösen.

 

Christian Voigt (Leibniz-IZW, Berlin): Der Wert von Biodiversität in Zeiten der Energiewende

Wie steht es um die Biodiversität in unserem Land und welchen Wert hat die Erhaltung der Biodiversität für unsere Gesellschaft? PD Dr. Christian Voigt, Leiter der Abteilung Evolutionäre Ökologie am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung und Dozent an der Freien Universität Berlin, beschreibt und diskutiert das Grün-Grün Dilemma, welches bei Windkraftvorhaben zwischen dem Artenschutz und dem Klimaschutz existiert.

 

Olaf Tschimpke (angefragt: NABU Deutschland): Naturschutzverbände im Spannungsfeld Artenschutz und Klimaschutz. (nicht bestätigter Vortragstitel)

 

Wie stellt sich der größte Naturschutzverband im Spannungsfeld zwischen Natur- und Umweltschutz auf? Dr. Olaf Tschimpke, Präsident des NABU Deutschland, stellt den Konflikt aus Sicht eines Naturschutzverbandes dar.

 

Darüber hinaus freuen wir uns auf Fachbeiträge aus dem Teilnehmerkreis. Tagungsteilnehmer können einen Fachbeitrag als Poster oder Kurzvortrag (12 Min Vortrag, 3 Min Diskussion) einreichen. Die eingereichten Beiträge für Kurzvorträge (in Form einer Zusammenfassung) werden von einem Gremium unabhängiger Experten bewertet und dann nach Qualitätskriterien für einen Vortragsplatz vorgeschlagen. Poster werden während der gesamten Tagung präsentiert. Es gibt jedoch am Freitagabend (29.3.2018) eine dreistündige Postersession, während der die Autoren gebeten werden, an ihren jeweiligen Postern für Fragen zur Verfügung zu stehen. Wir schlagen folgende Themen für Kurzbeiträge und Poster vor:

 

Wirksamkeit und Effizienz der Methoden zur Erfassung von Fledermäusen an WEA Standorten

Schlagopfersuche an WEA

Akustische Erfassung von Fledermäusen an WEA

Wirksamkeit von Minderungsmaßnahmen

Verhalten von Fledermäusen an WEA

Windkraft im Wald

Populationsentwicklungen und WEA Vorhaben

Sonstiges

 

Einreichen der Zusammenfassungen

Wir bitten um das Einreichen der Zusammenfassungen mit Angabe, ob ein Vortrag oder Poster gewünscht ist, bis zum 15. Dezember 2018 über die Registrierungsseite https://www.bayceer.uni-bayreuth.de/bat2019/.

 

Anmeldefristen und Kosten

Frühbucher*innen zahlen bis zum 15. Dezember 2018 als Vollzahler 180 Euro und 160 Euro als studentische Teilnehmer*innen (gegen Vorlage eines Studienausweises). Nach der Frühbucherfrist betragen die Kosten für Vollzahler*innen 220 Euro und für studentische Teilnehmer*innen  200 Euro.

 

Sie können sich unter diesem Link registrieren: http://www.izw-berlin.de/registrierung.html

 

 

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und einen wegweisenden fachlichen Austausch!

 

PD Dr. Christian Voigt und Marcus Fritze

________________________________________________________

 

Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW)

im Forschungsverbund Berlin e.V.

 

Alfred-Kowalke-Straße 17

10315 Berlin

GERMANY

 

Postfach 70 04 30, 10324 Berlin

 

Fon. + 49 - 30 - 51 68 – 514

Fax  + 49 - 30 - 51 26 - 104

http://www.leibniz-izw.de

 

:: Forschung für den Artenschutz ::

 

 

 

 

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